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Exkursion der Klassenstufe 10 in die GedenkstätteBuchenwald

Am 20.11.2025 fuhr unser Bus in die Gedenkstätte des KZ Buchenwald, eines von vielen
der schrecklichen Lager, die durch die Nationalsozialisten erbaut wurden.
Passend zum Geschichtsunterricht, in dem gerade der Nationalsozialismus und der
Beginn des zweiten Weltkrieges behandelt wird, begann unsere Exkursion mit einem
Einführungsfilm im dafür vorgesehenen Kinosaal des KZ Buchenwald. Dabei wurde die
erschreckende Realität des Alltags im Lager, vom Strammstehen im schlimmsten Wetter
über die Willkürherrschaft der SS-Leute bis hin zu schweren körperlichen Bestrafungen
und der Ermordung der Häftlinge dargestellt.
Nach diesem ersten Einblick teilte sich die Klassenstufe auf, um im Klassenverband
sowohl eine Führung von Herrn Schneider über das Gelände des Konzentrationslagers zu
erhalten als auch gemeinsam mit Herr Kuhn die Dauerausstellung der Gedenkstätte zu
besuchen. Bei der Führung besichtigten wir die Überbleibsel des Konzentrationslagers,
welche uns genauso wie die Informationen der Führung die erschreckende Realität des
Lagers näherbrachten: Demütigungen und Gewalt, wo immer und wann immer die Leute
des SS dies für richtig hielten; stundenlanges Stehen auf dem Appellplatz; den ewigen
Hunger der Häftlinge, deren einziger und lebensnotwendiger Besitz Schüssel und Löffel
waren, die als Messskala getarnte Erschießungsanlage und natürlich auch das
Krematorium, in dem früher die Leichen verbrannt wurden. Auch die Ironie, einen
Wildpark zur Beschäftigung für die SS-Leute direkt hinter dem Zaun des Lagers in
Sichtweite der Häftlinge zu errichten, blieb uns nicht verborgen. Das sehr unangenehme,
kalte und windige Wetter half und sicherlich dabei, die schreckliche Situation der
unrechtmäßig Verhafteten ein kleines Bisschen besser nachzuvollziehen.
Dankbar in der warmen Dauerausstellung angekommen, informierten wir uns
selbstständig über den Werdegang des Konzentrationslagers und die Hintergründe des
Konzentrationslagers. Eine übersichtliche, multimediale und bebilderte Ausstellung mit
vielen Berichten Überlebender machten die Grausamkeit der NS-Herrschaft noch einmal
deutlich: Dabei ging es nicht nur um den körperlichen Aspekt sondern auch um den
psychischen, denn die Nationalsozialisten waren Meister darin, das Bewusstsein und die
Sichtweise der Bevölkerung durch ihre Propaganda und die skrupellose Ausnutzung der
Ängste dieser so zu verändern, dass ihnen die Verbrechen der NS als nicht so schlimm
oder gar rechtmäßig erschienen. Besonders im Bereich der Rassenlehre wurde ganze
Arbeit geleistet: Antisemitismus gegen die „verbrecherischen“ und „erbkranken“ Juden
und die Diskriminierung anderer Randgruppen wurden zum guten Recht und der Pflicht
der „Arier“, also der „Herrscherrasse“, den Deutschen, gewendet. Alles endete im
systematischen Massenmord von ca. 6 Millionen Juden und anderen von der NSVerfolgten.
Nach diesen bewegenden und informativen Stunden gingen wir gemeinsam in die Pause,
bis uns der Bus zurück nach Königsee brachte.
Ingesamt war es ein lehrreicher Tag, der auf jeden Fall im Gedächtnis aller bleiben wird.
Und das ist auch wichtig, denn die Verbrechen der NS dürfen nie vergessen werden,
damit so etwas Schreckliches nie wieder passiert.
An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der ganzen Klassenstufe 10 bei unseren
Klassenlehrern, Herr Schneider und Herr Kuhn, bedanken, die diese Exkursion geplant
und mit uns durchgeführt haben. Vielen Dank für die erfolgreiche Exkursion!

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